Kurzfristige Winterflucht nach Gran Canaria: Flexibilität bei der Arbeit wie im Alltag
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Kein Schnee zu Weihnachten in den Alpen – also was tun? Kurz die Vor- und Nachteile abgewogen, und der Gedanke war da: Gran Canaria. Statt auf vollen Kunstschneepisten herunterzurutschen, lieber ein paar sonnige Tage beim Bikepacken geniessen. Nach dem Motto: Einmal um die Insel.
Also los mit den Onlinebuchungen: Flug, Airport-Parkplatz, Unterkunft … nicht ganz einfach, denn rund um Weihnachten herrscht Hochbetrieb. Den Flug gleich im ersten Anlauf gebucht (bevor der Algorithmus wieder zuschlägt 😉), dazu direkt die erste und letzte Unterkunft auf der Insel fixiert. Und schwupps – drei Tage später, am 25.12., standen wir frühmorgens in München am Flughafen.
Mit dem Taxi (und unseren beiden Bike-Kartons) ging es zur ersten Unterkunft nach Firgas, einem kleinen Dorf in den Bergen auf der Nordseite der Insel. Erstes Problem: Am Weihnachtsabend war dort alles geschlossen – Nahrungsaufnahme also Fehlanzeige. Doch unsere Gastgeberin rettete uns mit Nudeln und Tomaten. Ein einfaches Weihnachtsessen, aber zumindest etwas zum Essen.
Am nächsten Morgen schraubten wir unsere Bikes zusammen, lagerten die Kartons in der Unterkunft (die wir praktischerweise auch für die letzte Nacht gebucht hatten) und rollten bei sommerlichen Temperaturen los Richtung Agaete, wo wir eine kleine Ferienwohnung über Airbnb gebucht hatten. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Die Straßen Gran Canarias haben es in sich. Steil ist hier kein Fremdwort. Quäl dich lässt grüßen – inklusive einer ordentlichen Sammlung an Anstrengungs-Sternchen 😊. Aber: gut für die Fitness und noch besser für die Überwindung des inneren Schweinehundes.
Tags darauf ging es weiter nach Tasartico – Glamping am sprichwörtlichen Ende der Welt. Einfach, reduziert, perfekt. Weil es dort so schön war, legten wir gleich einen Pausentag ein.
Dann der nächste Kontrast: Richtung Maspalomas über Puerto Mogán – von schlichter Idylle direkt in den Touristenwahnsinn. Mehr Gegensatz geht wirklich nicht. In Maspalomas bezogen wir einen kleinen, smarten Bungalow mit Poolanlage. Wieder zeigte sich: Alle Unterkünfte hatten wir nur wenige Tage zuvor flexibel gebucht – und alles lief reibungslos. Den nächsten Tag verbrachten wir an den berühmten Dünen von Maspalomas: Sonne, Strand, perfektes Wetter.
Abends ging es weiter ins Surferdörfchen Pozo Izquierdo. Sehr einfache B&B-Unterkunft, dafür ein echtes Highlight beim Abendessen im Restaurant El Viento. Einmal mehr wurde klar: Wer sich vom Massentourismus entfernt, findet die wahren Perlen.
Am 31. Dezember stand schließlich die Rückfahrt nach Firgas an – samt Bikes. Offene Frage: Wie kommen wir am 1. Januar von Firgas zum Flughafen? Taxi? Nahezu unmöglich und aufgrund des Feiertags zu riskant. Also kurzerhand ein Mietauto organisiert (schlussendlich zum gleichen Preis wie das Taxi) – und wieder: flexibel und safe. Den letzten Tag nutzten wir für einen Abstecher ins Inselinnere und eine Wanderung Richtung Pico de las Nieves.
Der letzte Abend, Silvester in Firgas, wurde überraschend familiär: Unsere Gastgeberin lud uns zu einem Silvesterschmaus ein, inklusive Feuerwerk und Pröstchen.
Gran Canaria – mehr als nur Sonne
Diese Insel ist ein kleines Wunder: 14 verschiedene Klimazonen auf kürzester Distanz, Anhöhen mit Kastanienbäumen, unzählige tiefe Barrancos (Furchentäler), schroffe Berglandschaften mit Nadelhölzern, dschungelartige Palmenlandschaften und Früchte entlang der Straßen, so weit das Auge reicht – und alles auf engstem Raum. Perfekt für Abwechslung im Kopf und in den Beinen.
Eine kleine Videozusamenfassung unseres Gran Canaria Trips findest du hier
Management & Life Takeaways:
Flexibilität ist der Schlüssel – Im Job, im Alltag wie auf Reisen. Wer bereit ist, Pläne anzupassen, findet Lösungen statt Probleme.
Und: Fitness durch Höhenmeter kommt hier ganz von selbst. Gran Canaria fordert – und genau das macht den Kopf frei.